
Im Druckbetrieb sind die Energiekosten ständig ein Problem. Jeder Watt, den die UV-Härtungseinheit verbraucht, bedeutet Geldverluste. Die Frage ist nicht, ob man den Energieverbrauch weiter senken soll – sondern wie das ohne Einbußen bei der Härtegeschwindigkeit oder Druckqualität erreicht werden kann.
Die praktische Lösung ist eine speziell entwickelte Ersatz-UV-Lampe für Primarc-Systeme, die auf hohe Spektraleffizienz und geringen Stromverbrauch ausgelegt ist.
Was wirklich wichtig ist: Diese Lampen liefern ein präzises Spektrum, das auf die Wellenlängen von 365 nm und 385 nm abgestimmt ist – genau die Wellenlängen, die die Aktivierung der Photoinitiatoren in UV-Offset-, Flexo- und Siebdrucktinten bewirken. Dadurch wird die Effizienz der Photonen erhöht – also mehr Energie pro Watt.
Sie arbeiten mit einer konstanten Leistungsstärke, sodass die maximale Strahlungsintensität während des Härtungsprozesses konstant bleibt. Der Reflektor verwendet eine dichroische Beschichtung, um das UV-Licht in die richtige Richtung zu lenken und überschüssige Wärme aus dem Strahlungsbereich zu befördern. Dadurch bleibt die Unterlage kühler und die Lampe bleibt leicht zu handhaben. Das Ergebnis ist eine höhere Energiedichte (mJ/cm²) bei geringerem elektrischem Energieverbrauch.
Warum das in einer echten Druckerei hilft: Bei Hochgeschwindigkeitsdruckmaschinen bedeutet das konkret weniger kWh-Verbrauch, ohne dass die Produktionsgeschwindigkeit beeinträchtigt wird. Wir haben eine Reduzierung der Stromkosten um bis zu 20 % bei typischen Primarc-Drucklinien festgestellt – dabei blieben Geschwindigkeit und Haftung der Tinte unverändert.
Die Lampen halten über ihre gesamte Lebensdauer hinweg eine konstante Leistung aufrecht – dadurch entsteht kein Leistungsabfall, der zu längeren Belichtungszeiten oder langsameren Druckvorgängen führt. Man behält somit das gleiche Härtungsprofil – nur wird kein unnötiger Energieverbrauch mehr produziert.
Was man beachten muss: Die Installation ist einfach – doch die Justierung ist entscheidend. Die Lampe muss genau in die Fuge des Reflektors passen, und der Reflektor muss wieder in seine ursprüngliche Brennweite gebracht werden. Schon ein Millimeter Abweichung kann dazu führen, dass sich die Spektraldistribution verändert und die effektive Strahlungsintensität sinkt.
Vor dem Kauf sollte man sicherstellen, dass die Lampe zum jeweiligen Primarc-Modell sowie Anschluss passt. Zudem sollte die Lampe ozonfrei sein, damit sie in der vorhandenen Belüftungsanlage verwendet werden kann. Für beste Ergebnisse sollte die Lampe zusammen mit einem sauberen Reflektor sowie einer ordnungsgemäß kalibrierten Stromversorgung eingesetzt werden.