
Im Produktionsumfeld ist Ozon nicht nur ein unangenehmer Geruch – es handelt sich dabei auch um einen messbaren Nebenprodukt, der die Belüftung belastet, bei den Bedienern Hustenanfälle auslöst und dazu führt, dass diese Schutzausrüstung tragen müssen.
Wir haben unsere UVC-Lampen mit ozongefreiem Quarzglas hergestellt, um diese chemischen Reaktionen von vornherein zu verhindern. In Kombination mit einem Hochfrequenz- elektronischen Ballast sorgt das System für eine konstante Spektralausgabe – dadurch bleibt die Luft im Arbeitsbereich atembar.
Was technisch wichtig ist:
Ozon entsteht, wenn kurzwelliges UV-Licht mit einer Wellenlänge unter ca. 240 nm das O₂-Molekül zerstört. Unser ozongefreies Quarzglas senkt diesen Emissionsbereich, sodass die Lampe weiterhin im gebrauchsfähigen Bereich bleibt – ohne dass überschüssiges Ozon entsteht. Der elektronische Ballast hält den Lichtbogen stabil und reduziert Spannungsschwankungen, die dazu führen könnten, dass die Spektrallinien verbreitert werden oder die maximale Strahlintensität abnimmt. Dadurch erhalten Sie eine konstante Lampenspannung, schnelles Wiederaufflammen sowie eine zuverlässige Leistungsabgabe – sodass die UV-Dosis während des Wechsels der Aufgaben konstant bleibt.
Warum es in der Praxis funktioniert:
Bei der UV-Härtung und Desinfektion hängen sowohl die Reaktion der Photoinitiatoren als auch die Abtötung von Mikroorganismen von einer vorhersehbaren Strahlintensität bei bestimmten Wellenlängen ab. Durch den Verzicht auf Ozon wird der Bedarf an speziellen Abscheidungs- und Recirkulationsfiltern reduziert – dadurch wird die Last für die Lüftungsanlagen verringert und die Wartungskosten gesenkt. Mit einer stabilen Lampenstromstärke und einer kontrollierten Spektralausgabe erhält man eine gleichmäßige Vernetzung der Moleküle, weniger Hotspots sowie eine konstante Leistung – ohne dass die Gesundheit der Bediener beeinträchtigt wird.
Praktische Details:
Ozongefreies Quarzglas weist eine andere Transmissionskurve auf als herkömmliches, dotiertes Quarzglas – dies kann das effektive UV-Ausbeuteprofil beeinflussen. Stellen Sie sicher, dass die reflektierenden Dicroik Beschichtungen sowie die Positionierung der Lampe auf die gewünschte Wellenlängenbandbreite abgestimmt sind. Zudem sind elektronische Ballastgeräte empfindlich gegenüber Störströmen und Harmonischen. Sorgen Sie daher für eine ordnungsgemäße EMI-Filterung und Abschirmung – sonst besteht die Gefahr von Störungen und einer verkürzten Lebensdauer der Lampe.