
Wie man UV-Härtung richtig einsetzt: Ein praktischer Leitfaden zu Quecksilberlampen
Wer schon einmal in einem Druckladen war, weiß, dass Hochdruck-Quecksilberlampen die eigentlichen Arbeitstiere sind. Sie übernehmen die schwierige Aufgabe, die photochemische Reaktion auszulösen und so flüssigen Tinten zu einem festen Film zu verwandeln – und das in kürzester Zeit.
Für die meisten kleinen bis mittleren Druckläden besteht das Problem darin, den richtigen Kompromiss zu finden: Eine Lampe, die nicht zu teuer ist – aber auch nicht bereits bei höherer Belastung versagt.
Die Wissenschaft im Überblick (vereinfacht)
Es funktioniert folgendermaßen: Mit Hilfe eines Hochdruck-Quecksilberstrahls wird ein breites Spektrum an UV-Strahlung erzeugt. Wenn das Quecksilberdampf ionisiert wird, wird eine enorme Menge an Energie freigesetzt – hauptsächlich im UVC- und UVB-Bereich.
Aber es gibt einen Haken: Man muss die Leistung der Lampe mit der Geschwindigkeit des Transportbands abstimmen. Wenn man die Leistung erhöht, während das Band langsam läuft, wird nicht nur die Tinte getrocknet – sondern auch das Material beschädigt. Das sieht natürlich nicht gut aus.
Was kommt bei der Herstellung zum Einsatz?
Wir verwenden hochreines Quarzsglas. Normales Glas blockiert schließlich die UV-Strahlen – dadurch wird die Lampe nutzlos. Quarzsglas lässt hingegen alle Strahlen durch.
Außerdem legen wir großen Wert auf die passenden Längen und Durchmesser der Lampen. Warum? Weil niemand drei Stunden damit verbringen möchte, seinen Trocknungstunnel anzupassen, nur damit eine neue Lampe hineinpasst. Wir möchten, dass die Lampen einfach austauschbar sind.
Da diese Lampen extrem heiß werden, verwenden wir verstärkte Endkappen. Diese halten dem thermischen Ausdehnungskraft stand – damit die Dichtungen nicht reißen.
Wie man die Lampen in seinem Betrieb einsetzt
Zuerst sollte man bedenken: Man kann diese Lampen nicht einfach an die Steckdose anschließen. Man benötigt einen speziellen Ballast, der die Anfangsspannung handhaben und den Strom konstant halten kann.
Außerdem spielt die Hitze eine wichtige Rolle. Eine leistungsstarke Lampe bringt zwar viel Intensität mit sich – doch sie erzeugt auch viel Infrarotwärme. Überprüfen Sie daher Ihre Kühlfans. Wenn die Luftzirkulation schlecht ist, wird die Lampe überhitzen. Das führt nicht nur dazu, dass die Lampe schneller kaputtgeht – sondern kann auch den Druckbett beschädigen.
Ein letzter Tipp: Halten Sie die Lampen sauber. Staub auf dem Quarzsglas kann „heiße Punkte“ verursachen – genau dort versagen die Lampen meistens. Ein kurzer Reinigungsvorgang hilft dabei, die Lebensdauer der Lampen zu verlängern.